Eine sanfte Meeresbrise weckt mich aus meiner Siesta. Es ist 16.00 Uhr.

Die Sonne kitzelt meine Zehen, die Wellen prallen an der Küste ab und versanden sanft am Strandufer. Unsere Badetücher flattern im Wind. Ein braungebrannter Beachboy zieht an mir vorbei und bietet frische Melonen an.

Ein herrlicher Strandtag.

Faules Nichtstun, in der Sonne liegend und den zarten Klängen des Meeres lauschend, warte ich auf das Erwachen unserer drei Kinder. Sie freuen sich bestimmt schon auf die zweite Tageshälfte am Meer, ehe wir uns heute auf die Pirsch ins nahegelegene Städtchen Cesenatico aufmachen.

Das malerische Städtchen Cesenatico hat es uns angetan. Ursprünglich ein kleines Fischerdorf mit venezianischem Canale der mitten durch den Hauptort fliesst.

 

Rund um den Canale haben Restaurants verschiedenster Geschmacksrichtungen ihren festen Sitz.

Ausgezeichnete Fischspezialitätenrestaurants reihen sich an traditionelle Trattorien. Pizzerien liegen neben italienischen Glacélokalen. Dazwischen preisen Souvenirläden verspielte Andenken und Bilder aller Art an.

Abends tanzt der Bär auf den Gassen und die Kinder juchzen vor lauter Vergnügen über die imposanten Strassenunterhaltungen. Ein feuerspeiender Clown verzückt die leuchtenden Kinderaugen.

Auch Shopping steht hoch im Kurs.

„Wir müssen uns unbedingt dieselben Ananasohrringe kaufen, Mami! Unbedingt!!“ referiert die Grosse mit ihrer Freundin zusammen. Ananasohrringe? Wer verkauft den sowas und um Himmels Willen, wer zieht sowas freiwillig an?

„Und ich brauche dringend die leuchtenden grünen Turnschuhe die mir Papi letztes Jahr schon gekauft hat, Mami!“ meint der Mittlere mit ernstem Blick. „Ich auch!“ betont der Kleinste bestimmt. Nur gut, kann der noch nicht sprechen, mein Kopf dröhnt ja jetzt schon ab den bestimmenden Kinderwünschen.

Und meine lieben Schwiegereltern nicht zu vergessen, die mir heute auch was Tolles zum Anziehen schenken wollten. Leider verdeckte das schwarz-weissgestreifte Jumpsuitkleid meine Oberweite nur notdürftig. Da musste ich leider abwinken, so kann nicht mal ich mich in der Öffentlichkeit sehen lassen. Ich trage ja gerne auch mal ausgefallene Kleider, aber so die wichtigsten Stellen am Körper dürfen dabei gerne verdeckt sein.

Eine Shoppingtour die macht hungrig.

Am Strand haben wir uns einen Tisch in einem Fischrestaurant reserviert, unserem Lieblingsrestaurant. Folgende Zitate treffen aufs Maré zu:

„Wo sich Sinnlichkeit und Genuss in der Unendlichkeit treffen.“
„Sehnsucht – Romantik – Genuss“.

Das „Maré“ ist ein Spitzenrestaurant im angesagten Bohémestil.

Abends geniesst du dein Dinner auf der Dachterrasse und zur beliebten Apérozeit lümmelst du im Sand in den weissen Liegen und geniesst hochkarätigen Wein zu erlesenen mediterranen Häppchen.

 

Die Kinder spielen derweil im Sand und klettern an bunten Spielburgen hoch und runter, bis sie müde in ihre Betten fallen und wir unseren Tag bei einem Glas Wein auf der Terrasse ausklingen lassen.

Bella Italia.